Kaizen – der Weg der kleinen Schritte

Kaizen – der Weg der kleinen Schritte

Wir sind bestimmt alle fleißig dran, unsere Neujahrsvorsätze so lange wie möglich durchzuhalten. Jedes Jahr das Gleiche, immer wieder aufs Neue! Die durchgehaltene Strecke variiert, abhängig von den, von uns gesetzten Zielen. Sind sie zu weit entfernt von dem, wo wir uns gerade befinden, werden wir höchstwahrscheinlich früher oder später abbrechen, aufgeben, uns selbst enttäuschen und noch frustrierter sein als wenn wir uns die Vorsätze gesteckt haben. Eine Catch-22 Situation, ein Teufelskreis.

Der Begriff Kaizen kommt aus dem Japanischen. Er setzt sich zusammen aus Kai = Veränderung, Wandel und Zen = zum Besseren. Damit ist die permanente Verbesserung gemeint. Es kommt dabei nicht auf große Innovationen oder grundlegende Veränderungen an, sondern auf die Einbeziehung aller Mitarbeiter, die Vielzahl an Verbesserungsvorschlägen, die schnelle Umsetzung und die Sichtbarkeit der Erfolge. Mit ständigen Verbesserungen werden immer höhere Standards gesetzt und zur Regel gemacht.

Masaaki Imai, der „Erfinder“ von Kaizen, formuliert diese Denkweise so: „Die Botschaft von Kaizen heißt, es soll kein Tag ohne irgendeine Verbesserung vergehen.“

Kaizen ist eine Technik, die durch die Verfeinerung der Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung entstand - Ursprünglich für Unternehmen entwickelt, aber was im Großen funktioniert, muss es im Kleinen auch. Wieso nicht diese Philosophie der langsamen, stetigen Verbesserung auch in unserem privaten Leben einsetzen? Für uns selbst!

Kurzfristig gesehen könnten wir damit anfangen, etwas jeden Tag zur gleichen Zeit für 1 Minute auszuüben. Da gibt es keine Ausreden, denn 1 Minute hat Jeder von uns. Somit geben wir uns die Möglichkeit, uns an unseren Vorsatz zu gewöhnen (es ist wissenschaftlich belegt, dass es 90 Tage dauert neue Gewohnheiten zu festigen). Wir müssen ein Gefühl von Sieg und Erfolg erleben, um voranzukommen. Inspiriert von diesen Gefühlen und gewohnt an die kleinen Schritte, werden wir allmählich beginnen, die Zeit zu erhöhen. Vielleicht am Anfang nur 5 Minuten, aber dann wird es bald 15-30 Minuten, sogar 1 Stunde.

Langfristig gesehen

-       Planen -  eine Veränderung mit dem Ziel zur Verbesserung,

-       Durchführen - die Veränderung durchführen

-       Checken - die Ergebnisse untersuchen und auswerten

-       Anpassen - weitere Maßnahmen festlegen, optimieren, standardisieren

Beobachte, orientiere, entscheide, handle – ein kinderleichtes Rezept eigentlich, dass wir auf allen Gebieten anwenden können, wenn wir es nicht kompliziert haben wollen und Geduld für Veränderung aufbringen. Stelle Dir vor, was Du durch die Ausübung der kontinuierlichen Verbesserung erreichen könntest. Eine einfache Technik, die tägliche Disziplin erfordert, um spürbare Ergebnisse zu erzielen. Große Dinge beginnen oft klitzeklein :)

Gefallen Dir unsere Beiträge? Teile die mit Anderen! Gerne kannst Du uns auch folgen auf: