Die Farben und Orte Hikkaduwa's - Sri Lanka

Dank Mike, unserem lebensfrohen und weltoffenen Hausherrn :) werden wir in die Expat's Kreise von Hikkaduwa eingeführt und bekommen die insider Tipps.

Das Leben gestaltet sich einfacher seitdem wir in Asien unterwegs sind, schnelles Internet ist ein teurer Luxus, selbst wenn man hier lebt und es monatlich abonniert.  Es gibt auch keine Flatrate wie wir es kennen, 25 Giga maximum für weit mehr als wir dafür zahlen. Daher kommt auch Filmegucken im iTunes Store natürlich ;) zu kurz, beziehungsweise garnicht in Frage :) Kino, Theater, Museen gibt es nicht, das Stammcafé auf der Bergerstrasse liegt in Frankfurt :), die Freunde und Familie verstreut in der Welt – also sind wir für die freundliche Aufnahme in den inneren Kreisen von Hikkaduwa sehr dankbar :)

Ehrlich gesagt fehlt mir manchmal all das, woran ich mich Zuhause gewöhnt habe, mein Europäisches Leben sozusagen – und wenn das so ist, fällt es mir auch schwer darüber zu freuen, dass ich das Meer auf 10 Minuten Fußweg habe und die Sonne jeden Tag scheint – aber das sind auch Erfahrungen, womit Langzeitreisender wie wir, lernen müssen umzugehen. Es sind die Spinnereien des Geistes, mit denen wir ortsunabhängig umgehen müssen, vor allem wenn wir ortsunabhängig leben und arbeiten wollen :)

Zurück zum Leben in Hikkaduwa. Wir kamen vor 6 Wochen hier an (am 17. Oktober)  und waren erst einmal erstaunt, wie wenig hier lost ist – aber es war noch die Zeit vor der Saison. Als wir am Strand entlanggelaufen sind, sahen wir Häuser, die uns so verlassen vorkamen, dass wir dachten, die Eigentümer wären ausgewandert. Heute wenn wir am Strand spazieren, ist dieser mit Touristen und Leben gefüllt und die richtige Saison fängt erst am 1. Dezember an. 

Der ca. 4 Km. lange Strand mit goldenem Sand ist der schönste Fleck des ehemaligen Fischerdorfes und wenn der Regen es zulässt, lasse ich mir den Sonnenuntergangspaziergang auf keinen Fall entgehen. Die hälfte des Strandes ist weniger bebaut und besiedelt als der andere und hat ein viel breiteren Sandstrand. Es gibt (Gott sei Dank!) „nur“ drei große Hotels am Strand, sonst sind kleine Familiengeführte Gästehäuser, Restaurants, Surfschulen und Surfgeschäften, Bars und Café’s am Strand zu finden. Ungewöhnlich, aber das „Massagen-Geschäft“ am Strand ist in Männerhand, die laufen mit ein Paar Aloe Vera Stangen in der Hand rum und bieten für wenig Geld Fuß- oder Ganzkörpermassage an. Die Frauen bieten Batik Tücher, Bettdecken, Blusen an und außerdem werden noch frische Kokosnüsse am Strand von Flying-Buffet-Männern angeboten :)

Wie in Asien überall, muss man auch hier stark verhandeln und wenn man die Touristensteuer auf das Minimum runtergehandelt hat, dann bekommt man die Ware ziemlich preiswert.

Lieblingsessen: Stringhoppers, gedämpfter Reisteig mit Chili kokos Sambal und würzigem Dhaal, das lokale Frühstück. (werde morgen ein Bild dazu posten)

Lieblingrestaurant: Aroma (unser Bericht dazu könnt Ihr hier lesen)

Der älteste Bar am Strand, geführt vom Namensgeber Ranjit, lädt seine Gäste seit 1978 zum Essen und Trinken beim Sonnenuntergang ein. Der Fisch ist immer frisch, das Bier kühl, Ranjit und sein Bruder Kamal empfangen jedem mit einem Lächeln, vielleicht ist das der Grund, warum der Ort zum Stammlokal der Expat Community wurde.

Gemüse und Obst kauft man am besten in den kleinen Läden am Straßenrand, denn die verkaufen das, was sie im Garten haben, sonst kann es schnell passieren, dass man Ware aus China bekommt :)

Wöchentlicher Erzeugermarkt: gleich über die Eisenbahnschiene am Hauptbahnhof links beginnt der Markt jeden Sonntag ab 6:00 Uhr bis ca. 13:00 Uhr. Die Bauern und Händler kommen aus den Bergen und bieten eine bunte Vielfalt an frischem Obst und Gemüse an. Außerdem werden hier Süßigkeiten, Klamotten und Haushaltswaren angeboten und leider viel Plastik- und Aluminiumkram – die langsam aber sicher die traditionelle Kupfer, Holz und Edelmetall ersetzen. Trotzdem findet man auch schöne Sachen wie Kochlöffel aus Kokosnuss, Mörser aus Mahagoni oder Kokosnuss Schaber. Der Besuch lohnt sich! (Am besten vor 8:00 Uhr!)

Für den täglichen Einkauf steht ein Supermarkt mit angeschlossenem Weinladen an der Haupstrasse, 7 Tage die Woche offen. (Sandagiri Supermarkt)

Zum Wohnen empfehlen wir natürlich das Jungleidehouse von Mike :)

Tagesausflug nach Galle (40 Minuten mit dem Moped) lohnt sich,  der Stadtkern in der Festung ist definitiv ein Besuch Wert.

Wenn man länger hier ist, bietet das Abendbüffet im Lighthouse (Jetwings Hotel) jeden Samstag ab 19:30 bis 22:00 Uhr eine gute Abwechslung zu den lokalen Angeboten. (auf der Hauptstrasse zwischen HIkkaduwa und Galle)

Durch das Äquatorialklima ist es hier im Süd-Westen selbst nachts selten unter 25 Grad, dazu hohe Luftfeuchtigkeit, immer schön an das Tropenhaus im Zoo denken J. Die  durschnittliche Jahrestemperatur von 28 Grad (Colombo) Das Wasser hat durchgehend 26-28 Grad. Regenzeit ist von Mai bis August und Oktober bis November, wobei der meiste Regen im Mai/Juni und Oktober/November fällt. Die beste Jahreszeit ist daher ab Dezember bis April.

So verlaufen unsere Tage in Hikkaduwa: nach dem Aufstehen einen Tee auf der Terrasse trinken, dann Surfen/Yoga, Strand, Einkaufen, Kochen, Siesta, Lesen, Strandspaziergang/Surfen, Sonnenuntergangbier mit der „Gang“, Schlafen und dazwischen viel Zeit zum Reden, Träumen, Planen... :)