Streetfood die Zweite, aber immer noch bester Qualität - Mataram, Lombok

Während Katalin und ich auf dem Moped sitzen, sind wir neben dem Straßenverkehr auch auf die Umgebung fixiert um uns zu orientieren, falls wir uns verfahren. Ich sehe schon auf dem Hinweg nach Mataram, Lombok ein Buffet hinter einem Sonnenverdeck aufgebaut und habe ein gutes Gefühl, dass sich dahinter was so richtig, leckeres verbirgt. Auf dem Rückweg, der Magen hing uns beiden schon in den Kniekehlen, machen wir einen Stopp und waren vom Angebot der Speisen so überwältigt, wie wir es in unseren kühnsten Träumen nicht erwartet hätten.   

Das Angebot ist riesig, von diversen Salaten, gegrillten, sowie gedämpftem Fisch im ganzen, Satespieße vom Huhn, Rind oder Fisch in verschieden Geschmacksrichtungen. Mehrere Suppen und Süßspeisen in flüssiger Form, finden wir, wie eher selten gesehen, ebenso auf dem reichlich gedeckten Tisch vor. Die Auswahl liegt bei ca. 25 Speisen, alles mit Liebe gemacht und wir stehen mit hungrigen Magen vor der Qual der Wahl. Am liebsten möchten wir alles und davon ganz viel. Katalin, das Wasser läuft ihr schon im Mund zusammen, nimmt die gegrillte Dorade, welche eine angenehme Schärfe und Süße mit sich bringt. Sie sieht von außen eher ziemlich verkohlt aus, ist sie aber nicht. Die Haut ist knusprig und das Fleisch saftig zart, wie immer, egal wo wir bis jetzt Fisch gegessen haben, die Jungs und Mädels haben’s in Sachen BBQ einfach richtig drauf. Ich schlag bei der, mit Zitronengras, Tomaten und Bohnen gedämpften Dorade zu und bereue keinen einzigen Bissen. Katalin ist bis hinter beiden Ohren satt und wie immer wenn sie keinen Happs mehr herunter bekommt, kümmere ich mich darum. Da ich noch Platz habe, gibt’s noch ein schönes Gemüseomlett hinterher, sehr lecker, jedoch ganz schön ölig. Kein Problem, der Hunger treibt’s runter und der Anstand behält’s drin. Blödsinn, wer Pommes mag, wird es Lieben ;-). Da hier kaum Sitzmöglichkeiten sind, gehen wir davon aus, dass sich hier das meiste mit nach Hause genommen wird. Solange können wir jedoch nicht mehr warten und fragen ob wir vor Ort essen können. Schnell werden ein par Stühle heraus gekramt und mit dem Lappen über den mit Fliegen besetzten Tisch gewischt. Dekoration und ein tolles Ambiente suchst du hier vergeblich, das ist auch gut so, denn umso mehr konzentrieren wir uns auf Geschmack und Konsistenz. Mutter und Tochter, die hier das Ruder übernehmen, heißen uns von der ersten Minute an willkommen und freuen sich über so ein seltenen Besuch von zwei weißen aus fern West. Ich frage ob ichnoch einen kleinen Einblick in die Küche bekommen kann, da ich brennend daran interessiert bin, unter welchen Bedingungen sie das alles hier zaubern. Ich sag nur, das ich nicht überrascht war was die Hygiene angeht und lass die Bilder für mich sprechen. Lasst euch nicht abschrecken und macht unbedingt einen Stopp, wenn ihr mit dem Motorrad durch Lombok fahrt und hier vorbei kommt. Ansonsten habt ihr kulinarisch auf jeden Fall was verpasst! Die Vielfalt und Liebe die sich in den Gerichten wiederspiegelt, haben wir so noch nicht gesehen. Somit ist diese unbekannte Einrichtung eine absolute Geheimadresse, abseits von jeglichem Tourismus.

Um den Standort herauszufinden klickt einfach links unter der Bildergalerie auf "Streetfood die Zweite"

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