Von Berlin durch Budapest & Italien nach Wien

Das Abenteuer in Berlin ist vorüber und das schöne Leben in Wien geht in die nächste Runde.

Das Projekt/die Herausforderung in Berlin hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hätte es gerne 1-2 Jahre weitergemacht auf selbständiger Basis. Es kam anders, denn nicht viele Firmen wollen langfristig mit Interim Managers arbeiten – vor allem große, eingesessene Firmen scheuen sich von dieser neuen Art von Kollaboration.  

Ehrlich gesagt verstehe ich es nicht, denn wenn man den Mut hat auf die soziale Sicherheit zu verzichten, die ein Angestelltenverhältnis bietet, dafür aber ausschließlich auf die Leistung bezahlt werden möchte, dann sollten Firmen zugreifen. Ich persönlich denke, dass niemand davon profitiert, wenn Menschen zu lange auf dem Sessel sitzen. Der Sitzende :) macht sich mit den Jahren bequem, der Elan lässt nach, was sonst noch auf dem Markt ist, ist eh egal, denn man weiß es ja schon seit x Jahren wie es geht, nicht wahr? :) Aus der Perspektive der Firma würde ich raten auf eine gesunde Maß an Mitarbeiter-Flow zu achten, die gleichermaßen auch Information- und Innovations-Flow ist. Es ist eben wichtig in Bewegung zu bleiben, und das nicht nur körperlich. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass die Ausnahmen nur die Regel bestätigen.

Mit vielen Erfahrungen reicher und der Dankbarkeit dafür, machen wir uns am letzten Tag vom September zurück nach Wien. Auch ist offiziell der 1. Oktober der Tag, an dem ich meine Krücken und Gipsschuhe ablegen kann – aber da Geduld immer noch nicht zu meinen ausgeprägten Tugenden gehört, hinke ich schon seit Tagen ohne Hilfsmittel herum. Kennst Du es auch, dass Geduld erst jetzt richtig gefragt ist, wenn die Hilfsmittel ab sind und Du so richtig endlich Dein altes Leben leben möchtest, aber es nicht kannst?! Mal abgesehen vom Schwimmen und Joggen gehen, ist der Schneidersitz was mir am meisten fehlt.

Die Heilung des Sehnenrisses dauert ca. 4-5 Monate und ich hab grad 2 Monate rum!!! Es war leicht mit den Krücken nicht großartig auf Wanderungen zu gehen, aber es ist jetzt schwer, wo ich denke ich könnte dies und das, immer auf die Bremse zu treten und alles langsam, vorsichtig und durchdacht zu machen. Ganz nach dem Motto: in der Ruhe liegt die Kraft :) Noch eine Lektion ;)

Bevor wir uns in Wien wieder einleben, machen wir uns gleich auf nach Ungarn, im Herbst gibt es viel ums Haus zu tun und wir wollen meinen Eltern unter die Arme greifen.  Für mich ist es nichts Neues, bin schließlich in Transsylvanien (Siebenbürgen) aufgewachsen. Meine Mutter und Oma haben im Herbst immer die Vorbereitungen für den Winter gemacht: Marmelade wurde eingekocht, Aufstriche zubereitet, Saures eingelegt (Gurke, grüne Tomaten, Kraut, Paprika, etc.), Wein hergestellt und Schnaps gebrannt.

Für Alex ist es neu, in Berlin macht man solche Sachen eher weniger – schade eigentlich! In ein Paar Tagen poste ich hier für Euch zwei Rezepte.

Zurück in Wien das gut eingeübte Auspacken, Waschen, Einpacken und los mit dem Auto nach Rimini. Das Seminar von Eric Worre über das ganze Wochenende war nicht nur für diejenigen ein Plus, die in Network Marketing erfolgreich sein wollen, sondern allen Nonkonformisten. Meine Lehre vom Wochenende ist: Dimme Dein inneres Licht nicht, nur damit andere sich „bequemer“ fühlen. Vielleicht schreibt Alex nochmal über seine Gründe, Beweggründe, Fazit – es bleibt spannend.

Bevor wir Rimini verlassen fahren wir zum Essen nach San Marino, eine schöne kleine Hauptstadt auf 739 Meter am Berg Titano. San Marino ist die älteste funktionierende Republik der Welt, die Gründung geht auf 301 zurück. Nach dem Vatikan und Monte Carlo ist San Marino mit ihren 30.000 Einwohner auch die drittkleinste Staat der Welt. Man spürt die Geschichte in der Stadt, das nicht selten ist in Italien. Die alten Stein- Häuser und –Wege, die engen Gassen und endlosen Treppen verleihen der Stadt einen einmaligen Flair. Die Aussicht ist bestimmt auch sehr schön, aber wir sind zum Abendessen hier, doch der Mond kompensiert die Aussicht.

Da Alex noch nie in Venedig war, können wir schlecht an ihr vorbei nach Wien fahren, also machen wir noch einen Stop. Venedig ist wie immer mehr als einen Halt Wert. Von Wellen umgeben ein ruhiger Spiegel erhabener Kunstwerke.

Drei Stunden machen wir unsere Beine durch die labyrintartigen Gassen Venedigs lang. Sogar unseren Hunger haben wir vergessen, und wenn wir „aufwachen“ sind alle Restaurants zwischen Mittags- und Abendgeschäft zu, so können wir unseren Magen nur bei einem Touristenrestaurantmit einer Pizza ausfüttern :)

Wir leben nur einmal = falsch. Wir leben jeden Tag, aber wir sterben nur einmal! In diesem Sinne füllt Euer Leben mit allem was Euch glücklich macht und voranbringt!

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