Gaumenspiel - Wien, Österreich

Es wurde mal wieder Zeit auf kulinarische Entdeckungsreise zu gehen und das Gaumenspiel im siebten Wiener Bezirk war dafür unsere Anlaufstelle gewesen.  Um 20 Uhr bei milden 25°C auf dem Hinterhof, haben wir den Abend mit einem schönen Glas Muskateller aus der Wachau gestartet. Von der Karte kann man aus 3 abgestimmte Menüs wählen, wovon eines sogar für Veganer konzipiert ist. Dass die Wahl auf ein veganes und ein Fischmenü gefallen ist, dürfte wohl auch klar sein, wobei Katalin nicht vegan is(s)t.

Gestartet wird mit Brot, Butter, einem Dip aus Kürbiskernöl und Schmand sowie ein Kapern-Tomatenaufstrich. Der Gruß aus der Küche lässt nicht lang auf sich warten und überzeugt mit einem Melonensüppchen und gebackenem Kichererbsentascherl. Der Appetit ist angeregt und das Menü kann losgehen.

Katalin beginnt mit Wokgemüse gefüllten Reistaschen, gebratenen Pfifferlingen und einem Sud aus Schalotten. Zu meiner Freude wird Carpaccio vom Hamachi mit Garnelen, einem Erbsenpüree und dazu Sepiabaguette serviert. Beide Gänge konnten überzeugen und haben Lust auf mehr gemacht.

Als zweites genießt Kati eine feurige Gazpaccio mit einem Sakesorbét, welches sich als harmonischen Begleiter erweist. Auf meiner Seite vom Tisch wird eine Kresseschaum Suppe mit einem in Rote Beete - Sud eingelegtem Wachtelei eingesetzt, ganz nach dem Motto, weniger ist mehr. 

Wir machen eine Pause und schmieden Pläne für die Zukunft, wohin soll es gehen und wo sehen wir uns in Zeitraum X. Für ein bisschen Unterhaltung sorgt so ganz nebenbei auch das Mädel am Nachbarstisch, als vom vielen aus Langeweile herumfummeln in ihren Haaren, diese auf einmal durch eine Kerze hinter ihr in Flammen aufgehen. Bevor sie eine Glatze hat, machte sie Katalin mit lautem Geschrei darauf Aufmerksam, bevor das Szenario ungeahnte Ausmaße annimmt.  Erschrocken und zugleich beleidigt macht sie selbstverständlich ihren Gastgeber verantwortlich, der nun wirklich am allerwenigsten dafür kann. 

Um den Schreck zu verdauen, bekommen wir ein Ananassorbet mit Champagner aufgefüllt, damit es danach auch bedenkenlos weitergehen kann.

Aufgefrischt geht es am Tisch mit Chili Sin Carne, Kugeln aus Wassermelone und meinen Lieblingscrackern, Papadam als veganes Gericht weiter. Ich hatte die Wahl zwischen zwei Hauptgängen und entschied mich für die, im Bananenblatt gedämpfte Makrele mit Baby Mais. Eine himmlische Kreation, die uns beide zurück in die Zeit versetzte, als wir noch vor einem halben Jahr in Asien waren.

Zu guter Letzt, gibt es geschmorten Pfirsich mit Cashewcreme, Mango Dip, Kokosnuss und Chiasamen. Durch die unterschiedlichen Geschmäcker und Konsistenzen, war dieser letzte Gang ein krönender Abschluss. Für mich gab es klassisch eine Zitronentarte mit Holunderbeerensorbét, welches für meinen Geschmack die Tarte im Schatten hat stehen lassen. Nichts desto trotz hatten wir einen wirklich gelungenen Abend mit köstlichen Speisen in idyllischer Atmosphäre. 

Gefallen Dir unsere Beiträte? Teile die mit Anderen!

Folge uns gerne auch auf: