Zu Gast in den wunderschönen Alpen Österreichs

Zu Gast in den wunderschönen Alpen Österreichs

Wir freuen uns schon seit Wochen auf den Kurzurlaub und die Berge bei sommerlichen Temperaturen zu Fuß zu erkunden.

Der Kurort Bad Hofgastein, der er mich schon vor einigen Jahren während der Skisaison begeistert hat, ist unser Ziel. Wir bewegen uns eher langsam durch die atemberaubende Berglandschaft, ganz anders als im Winter auf Skiern und bekommen dadurch einen völlig, anderen Bezug zur Natur in all ihrer Schönheit. Wandern, Schwimmen, Saunieren und Yoga stehen auf dem Programm und sollen bei 30°C eine Wohltat sein.

Wie Du wahrscheinlich schon mitbekommen hast, achten wir auf unseren Körper und tun ihm täglich etwas Gutes, egal in welcher Form. Für uns ist Bad Hofgastein ein ganz besonderer Ort, da man hier das berühmte Gasteiner Thermalwasser genießen kann.

Entdeckt wurde es der Sage nach von zwei Mönchen, die einen von Jägern verwundeten Hirsch damit heilten. Bereits zur Zeit der Römer wurde das Wasser zur Linderung von Beschwerden verwendet. Das im Wasser enthaltene Edelgas Radon, lindert körperliche Beschwerden wie etwa Rückenschmerzen. Zahlreiche Kaiser und Könige kamen nach Gastein um sich heilen zu lassen und machten das Tal weltberühmt.  Wir selber werden auch nicht jünger und gönnen uns ein paar Tage Wohltat für Körper, Geist und Seele. (Durch den Goldbergbau wurde in den 1950er Jahren der Heilstollen entdeckt, wo die Luft mit Radon angereichert ist. Das Heilwasser wurde bereits viel früher im Mittelalter entdeckt)

Heilendes

Radonwasserbad

Angekommen im Hotel Österreichischer Hof fühlen wir uns sofort wohl. Ein warmes Willkommen an der Rezeption und die Architektur, eine Mischung aus Tradition und Moderne, geben uns sofort das Gefühl, zu Hause zu sein. Dass das Gebäude schon 200 Jahre alt ist, wäre uns nicht aufgefallen, wenn wir davon nicht erfahren hätten. Unser Zimmer im 4. Stock setzt noch einen oben drauf, denn es ist so geräumig, dass wir sogar Yoga machen können. Der Blick vom Balkon auf die Berge ist für uns so ungewöhnlich, dass wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommen und für ewig verweilen könnten. Denn in Wien schauen wir ganze 15 Meter weit, bis der nächste Häuserblock die Sicht versperrt.

Nachdem wir ein paar Stunden die Gegend unsicher gemacht haben, kommen wir zu meinem Lieblingsteil des Tages und widmen uns dem Essen. Begrüßt werden wir auf Ungarisch und sind natürlich erst Mal völlig baff. Georg, in seinem Job der professionellste, den ich je kennen gelernt habe, beschäftigte sich schon mit uns, bevor wir überhaupt nur einen Fuß ins Restaurant gesetzt haben. Am Tisch selber, liegen nämlich kleine Steine, die uns mit Namen und Datum begrüßen und eine schöne Erinnerung sind. Schnell kamen wir ins Gespräch und haben uns auf Anhieb gut verstanden. Das Abendbrot besteht aus einem Salatbuffet mit hochqualitativen Ölen und Essigen der Firma Wiberg, doch das absolute Highlight für uns, ist das selbst gebackene Baguette, das ich so bisher nur in Frankreich bekommen habe.

Leckere Vorspeisen reichen von Ricottaterrine mit Holundergelee und gegrillter Aubergine über Lachstörtchen klassisch mit Gurke, bis hin zu Hauptgerichte wie Auberginenlasagne, Tafelspitz mit Rote Beete, Karfiolsoufflé und Selleriepüree, sowie Reisnudeln mit Wokgemüse. Alle Gerichte waren stimmig und überzeugten durch frische Zutaten die mit Liebe und Verstand zubereitet wurden. 

Zum Verdauen leihen wir uns Kellen und Bälle an der Rezeption aus, um ein paar Runden Tischtennis im Hotel zu spielen. Später hat sich der Spieledrang noch nicht ganz gelegt, wir wollen aber etwas ruhiger treten und so durchforsten wir die hoteleigene Spielesammlung und entscheiden uns für Kniffel. Dreimal darfst Du raten, wer gewonnen hat.

Ich habe Alex

Gewinnen lassen ;)

Normalerweise sind wir nicht so die Frühstücker und brauchen ein bisschen Zeit vom Aufstehen bis zum ersten Happen. Deswegen beginnen wir den Tag in der Regel mit einer Runde Yoga, um den Körper auf Touren zu bringen, bevor es ans Eingemachte geht. Das Frühstücksbuffet ist sehr abwechslungsreich und bietet jedem die beste Grundlage für einen guten Start in den Tag. Zu unserer Überraschung gibt es auch eine Eierstation, sowie selbst gekochte Marmelade.

Nachdem wir nun gut gestärkt sind, machen wir uns auf zum Stubnerkogel, um von dort aus die Gegend auf 2000m Höhe zu erkunden. Dass große Höhenunterschiede und Katalin keine guten Freunde sind, merke ich schon nach kurzer Zeit in der Gondel. Oben angekommen machen wir uns auf und wollen bis nach ganz oben auf die Spitze zu Fuß. Der Aufstieg ist Gewöhnungssache, da die Luft ja bekanntlich dünner ist und das Atmen damit schwerer fällt. Katalin spürt große Angst, da es an manchen Stellen so richtig eng wird und an beiden Seiten steil bergab geht. Als wir beim nächsten Felsvorsprung ankommen, ist hier für sie Schluss und ich ziehe alleine weiter. Mein Ziel ist es immer noch, nach ganz oben zu kommen, doch nach ca. 5 Minuten ist der Boden eisig und verschneit, sodass ich auch wieder umkehre. Kein Problem - wir sind stolz soweit gekommen zu sein und freuen uns einfach sehr darüber, hier oben sein zu dürfen und die ganze Pracht der Natur genießen zu können. Um uns der Höhenangst zu stellen, gehen wir selbstverständlich mit großen Schritten auf die große Hängebrücke zu, die beim Blick nach unten schnell für nasse Hosen sorgen kann. Wir bleiben trocken und gönnen uns zur Belohnung ein kühles Bier bei 30°C in der Sonne.

Wieder zurück im Hotel schmeißen wir uns sofort in die Badesachen und machen uns zur Alpentherme auf. Wir laufen dabei durch einen ca. 300m langen unterirdischen, beheizten Gang, der direkt zur Alpentherme führt. Gut, dass alles ausgeschildert ist, sonst hätten wir uns bestimmt verlaufen, denn insgesamt sind hier 5 Hotels miteinander verbunden. Wir halten das für eine absolut geniale Idee, vor allem wenn es im Winter draußen Minusgrade hat und man es nach einem anstrengenden Skitag so bequem wie möglich haben möchte. Die erste Anlaufstation ist die Relax World, wo wir es uns erstmal auf den sprudelnden Wasserliegen gemütlich machen und den Panoramablick der Berge genießen. Weil ich Hummeln im Po habe, zieht es uns durch das beheizte Außenbecken, hinaus in das 25m lange Sportbecken um den Körper so richtig in Schwung zu bringen. Wir können es einfach nicht fassen, was für eine tolle Aussicht uns die Berge während des Schwimmens bieten. Wohlverdient geht es auf die Liegestühle, wo wir umgeben von Bergen, Sonne tanken und ein kühles Alkoholfreies trinken. Mit Vitamin E aufgetankt gehen wir direkt ins Saunaparadies, wo 11 unterschiedliche Saunen auf uns warten. Das Highlight des heutigen Tages, war der spezielle Showaufguss mit ca. 20 weiteren Saunafans in einer Kabine.

Trinken ist, wie Du weißt, wichtig und es gibt dafür mehrere Wasserspender mit den verschiedensten Steinen und ihren unterschiedlichsten Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Umgeben von Bänken, Stühlen und Tischen hat man das Gefühl, in einem modernen Café zu sitzen, wo natürlich das Panoramadach nicht fehlen darf. Wenn Du Dich gerne draußen aufhältst, dann kannst Du entweder in den eiskalten Pool oder dem gerade neu eröffnetem Badesee eintauchen um Dich abzukühlen. Liegestühle gibt es auf der satt grünen Wiese reichlich um zwischen den einzelnen Saunagängen die Füße hoch zu legen. Das der Blick auf die Bergkulisse auch hierfür große Augen sorgt, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen…einfach der Wahnsinn.

Aussenbereich Alpentherme

Aussenbereich Alpentherme

Ein wirkliches Highlight für uns sind die beiden neu eröffneten Badeseen (1300m2 und 370m2), die sogar mit Thermalwasser gefüllt sind. Ob Du Dich nun gemütlich am 1m tiefen Beckenrand abkühlen oder lange Bahnen schwimmen möchtest, die Seen bieten für Jung und Alt, Groß und Klein, einen abwechslungsreichen Badespaß. Die ersten Standup Padles sind auch schon vor Ort, wo in Zukunft evtl. Yoga oder andere Sportübungen gemacht werden können. Direkt am Uferrand laden zahlreiche Holzplateaus, mit Sonnenliegen ausgestattet, zum Sonne tanken ein. Na wenn hier nicht das Paradies auf Erden ist, wo dann…?

Großer See Alpentherme

Großer See Alpentherme

Wenn du mit den Kleinen anreist, kannst Du dir sicher sein, dass sie eine Menge Spaß haben werden. Denn verschiedene Wasserrutschen, mit Reifen oder ohne und ein Wasserspielplatz zum Toben, machen die Family World in der Alpentherme zu einem Familienspaß, der seinesgleichen sucht. Nicht zu vergessen ist der mitten im Badeparadies erbaute Multimedia Dom, wo Du mit den Kids Naturdokumentationen oder andere faszinierende Filme aus der Umgebung schauen kannst.

Am letzten Tag, bevor wir wieder ins hektische Stadtleben eintauchen, gönnen wir uns noch eine Shiatsu Massage, die das Sahnehäubchen unseres Wellnessurlaubes im wunderschönen Bad Hofgastein ist. Auch das 20-minütige Wannenbad im Radon Heilwasser hat mit Sicherheit eine wohltuende Wirkung, die bei einem längeren Aufenthalt und regelmäßigem Besuch besonders in Erscheinung tritt. Denn wie am Anfang schon gesagt, kann es Rücken-und Gelenkschmerzen lindern, das Immunsystem stärken und die damit verbundene Selbstheilung des Körpers aktivieren.

SPA Bereich Alpentherme

SPA Bereich Alpentherme

Wir haben auf jeden Fall eine richtig tolle Zeit gehabt und freuen uns jetzt schon riesig darauf, hier bald wieder Urlaub machen zu dürfen. Spätestens im Winter, wo wir uns schön nach heißen Aufgüssen im Schnee wälzen können.

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