Tamarinde - Tamarindus indica

Wir sitzen im Pun Pun (Bericht zum Pun Pun könnt Ihr hier lesen), geniessen unser wohlschmeckendes Essen, als Alex mir sagt, dass seine Salatsoße einen frischen, feinen Geschmack von einem für ihn undefinierbaren Gewürz hat. Es dauert nicht lange, nach dem Essen geht er zu der Köchin und erkundigt sich, was alles in der Salatsoße enthalten ist. Kurz darauf kommt sie zu uns an den Tisch, bringt einen Stück Tamarindenpaste mit und erklärt uns, wie die Soße zubereitet wurde. Alex lauscht interessiert, auf dem nach Hause Weg hält er kurz im Supermarkt an und am nächsten Tag bereitet er einen sündhaft leckeren Salat mit Avocado, warmen Tomaten, Blattsalat, Spiegelei, geheime Gewürze ;) und dazu die Salatsoße mit Tamarindensaft verfeinert. 

Erst nach dieser Erfahrung werden wir auch auf dem Markt auf frische Tamarinde aufmerksam, die wir uns natürlich sofort besorgen. Wir recherchieren und stellen fest, dass es noch so viel gibt,  das wir entdecken, lernen, kennenlernen, schmecken können :)

Das Ursprungsland der Tamarinde ist Ostafrika. Sie gelangte schon früh nach Indien und dann wurde sie als Nutzpflanze in alle trockenen Gebieten der Tropen und Südtropen verbreitet. Der Tamarindenbaum wächst als immergrüner Baum von 6 bis 25 Meter hoch. Er wird als Zier- und Nutzpflanze kultiviert und das äußerst harte Holz wird in Tischlereien verarbeitet. Da der Baum viel zu langsam wächst, wurde er nie alleine wegen Holzbearbeitung kultiviert.

Die Tamarinde, auch Indische Datteln oder Sauerdatteln genannt, hat kulinarisch wie gesundheitlich einiges zu bieten. 

Das frische Fruchtfleisch schmeckt mild süß-säuerlich, angenehm fruchtig und leicht herb. 100 Gramm können bis zu knapp 11 % Eisen enthalten! Außerdem liefert Tamarinde Kalium, Magnesium, Vitamin B1, B2, Phosphor, Nikotinsäure, Kalzium und Vitamin C in geringeren Mengen. Reife Tamarindenfrüchte enthalten neben Zucker (35 bis 50 %) große Mengen an Weinsäure (bis zu 20 %), was je nach Konzentration den säuerlichen Geschmack bedingt. Der Geschmack von saurem Tamarindensaft erinnert an Zitronensaft, der den der Tamarinde, notfalls auch ersetzen kann. Die Tamarinde lässt sich geschmacklich in zwei Gruppen einteilen. Die süße Tamarinde hat ein bräunliches Fruchtfleisch, die saure Tamarinde mit einem fast schwarzes Fruchtmark und ist von Konsistenz und Farbe der Rosine ähnlich.

In der asiatischen Volksmedizin spielt die Tamarinde eine wichtige Rolle. Viele Teile des Baums finden Verwendung. (Fruchtfleisch: Abführmittel, Wundheilung, Blähungen, Gallenleiden, Rheuma...Blüten: Rheuma, Entzündungen, Gelenkleiden; Blätter: Husten und Fieber)

Einige Beispiele für die Verwendung von Tamarinde:

In Thailand wird sie frisch, getrocknet, als Saft aber auch eingelegt angeboten. Sie wird sowohl süß, sauer als auch salzig gegessen.

In Thailand und in Mexiko wird die Tamarinde kandiert und mit Chili gewürzt als scharf schmeckendes Konfekt gegessen, häufig mit Garnelen.

Im Nahen Osten wird eine Limonade aus Tamarinde zubereitet. Sie schaut dunkelbraun aus, wie schwarzer Tee. Man legt dabei einen getrockneten Tamarinde-Block (zerkleinert) für mehrere Stunden in Wasser ein und trinkt anschließend den Saft. Da er bitter schmeckt, wird der oft gesüßt.

Tamarindenmark findet sich auch als Zutat in Würzsaucen wie z. B. Worcestershiresauce oder Brown Sauce. In Europa ist ein Tamarindenkonzentrat unter der Bezeichnung Asem erhältlich. Da die Hülsen des Tamarindenbaums auch reich an Pektin sind, eignen sie sich für die Zubereitung von Gelees. Sie lassen sich auch in Chutneys und Marmelade verarbeiten.

Zuhause bekommt Ihr in gut sortierten Asialäden vielleicht auch frische Tamarinde, sonst könnt Ihr Tamarindenpaste in ausgewählten Läden oder Online kaufen. Eine neue Marinadenwelt öffnet sich für die Salatliebhaber :)

Tamarinde lässt sich am harmonischsten zusammenspielen mit: Zartbitterkuvertüre, Zitronenschale, Orangenschale, Bitterorangenschale, Ingwer, Paprikaschote, Rosinen, Walnuss, Apfel, Mandel, Zimt, Kokosnussöl, Erdnussbutter, Butter, Gewürznelke, Pastinakenwurzel, Quittenhonig und Artischocke.

Da Tamarinde eine leicht abführende Wirkung hat, solltet Ihr geringe Mengen zu Euch nehmen. Das haben wir auch getestet ;)

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