Auberginen für den Winter - Teil 1

„Kommst Du raus“ fragte mich Melinda. „Ja“ stopfte ich mir noch eine Scheibe Brot mit Aufstrich in den Mund und eilte zu ihr. Erstmal wurde die Lage gecheckt, wer ist schon draußen, wen könnten wir noch herauslocken, dann setzten wir uns auf die Holzstämme vorm Nachbarhaus. Die wurden vor Jahren fürs Heizen hergebracht, aber wir haben die „Eingenommen“ und so blieben sie Jahrelang unsere Straßencouch.

Der Spätsommer und Herbst hat uns immer lange Spielabende gebracht. Nein, nicht vorm Fernseher, sondern draußen auf der Strasse mit vielen anderen Kindern aus der Umgebung. Ohne Smartphone, ohne Gameboy einfach nach Lust, Laune und Phantasie! Wir haben Versteck, Fuß-tennis und Fußball gespielt (wo ich am Anfang als Mädchen nur den Stein im Tor als Pfosten ersetzen durfte :), wir haben einander unsere Zauberkünste vorgeführt, Telefon ohne Schnur gespielt, Witze erzählt und uns dabei viel unterhalten. Einfach im Hier und Jetzt gelebt – etwas, was uns und vor allem der jüngeren Generation langsam abhanden geht. Anderes Thema :)

Abgesehen von bis in die Dunkelheit auslaugende outdoor Abende, war der Sommer und der Herbst die Zeit, wo meine Mutter und Oma die Geschmäcker des Sommers für den Winter in Gläser eingefüllt haben. Einer meiner absoluten Favoriten ist, die hier vorgestellte Aubergine.

Das allerwichtigste ist, dass die Auberginen draußen, beim echten Feuer gebraten werden, dadurch bekommen sie ihren unnachahmlichen Geschmack. Das Feuer muss gut brennen, die Platte muss richtig heiß sein, wenn die Auberginen draufgelegt werden. Von jeder Seite solange braten, bis sie schwarz, bisschen sogar verkohlt sind und die Schale sich löst. Dann solange drehen, bis alle Seiten und auch unten richtig weich und schwarz sind. Während wir einen Eimer mit kaltem Wasser vorbereiten, legen wir die Auberginen zur Seite zum Kühlen. Wenn sie nicht mehr so heiß sind, (nicht abwarten bis sie kalt sind!) dann schälen wir sie mit der Hand über dem Eimer mit kaltem Wasser. (Wir tupfen unsere Finger immer wieder ins kalte Wasser, damit wir uns nicht verbrennen)

Zunächst legen wir die Auberginen in einen Sieb, damit sie abtropfen. Wenn sie kühl sind, legen wir sie 2er oder 3er weise in eine Gefriertüte und danach in die Tiefkühltruhe.

Werde nächste Woche eine Tüte auftauen und Euch „zeigen“ wie man daraus meine Lieblingsaufstrich macht im Winter wie im Sommer.

Viel Spaß beim Zubereiten! Wir freuen uns auf Euer Kommentare, Fragen und Rezepte!

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