Keine Angst vorm Fett

Fette und Öle - Warum sie unser Körper braucht und warum Light-Produkte Schein- Produkte sind.

In den letzten Monaten auf unserer Reise und auch aus der Zeit in Berlin und Frankfurt,  haben wir eine ganze Menge an unterschiedlichen Leuten aus diversen Ländern kennengelernt, die leider immer noch im Glauben sind, dass wenn sie Light-Produkte (Lebensmittel mit einem geringem Fett- und Zuckeranteil) zu sich nehmen, Ihrem Körper etwas Gutes tun und gleichzeitig damit Ihr Gewicht reduzieren. Wir dachten, dass schon längst Jedem bekannt sei, dass der Verzehr solcher Lebensmittel mehr Schein als Sein ist. Anscheinend ist das nicht der Fall, so haben wir es uns zur Aufgabe genommen, die waren Hintergründe der Herstellung solcher Lebensmittel  aufzuklären, wem sie dienen und wie sie sich auf uns, dem Endverbraucher, auswirken. Doch erst einmal widmen wir uns unseren „Freunden“, den Fetten und Ölen und erzählen Euch, wie unverzichtbar sie für uns sind. Dabei nehmen wir natürlich auch unter die Lupe, welche Fette und Öle nur das Beste für uns wollen und welche eben nicht. Wichtig ist dabei auch, die Lagerung und Verarbeitung, sodass wir am meisten Nutzen von Ihnen haben.

Öle und Fette sind für den menschlichen Körper unabdingbar, denn sie tragen zur ganzheitlichen Funktion dessen bei. Fett ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Zellmembranen, allein unser Gehirn besteht zu 70% aus Fett. Es verbraucht alleine fast 20 % der Energie, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Mehrere wissenschaftliche Studien haben einen engen Zusammenhang zwischen Ernährung und Gehirnleistung festgestellt. 

Als erstes unterscheidet man gesättigte von ungesättigte Fettsäuren, welche Rohstoffqualität sie besitzen und wie sie weiter verarbeitet werden. In den meisten Artikeln liest man, dass gesättigte Fettsäuren schlecht für den menschlichen Mechanismus seien. Wir glauben aber, dass es nicht der Fall ist, da wir durch intensives Recherchieren etwas anderes herausgefunden haben. So enthalten etwa gesättigte Fettsäure Laurin-, Capryl- und Myristinsäure, die unser Immunsystem stärken. Wichtig bei dem Verzehr ist, dass z.B. tierische Produkte aus artgerechter Tierhaltung (keine Massentierhaltung) stammen. Am besten wäre noch, dass die nicht durch industrielle Nahrung zu gefüttert werden, sondern lediglich nur Gras und Heu das ganze Jahr über fressen (Weidekühe). Dazu zählt u.a. die Allgäuer Butter, die Smjör aus Island und die Anchor aus Neuseeland, um nur einige zu nennen.

Butter und rotes Fleisch von Weidekühen

sorgen für gute Blutwerte, den Muskelaufbau und geistige Klarheit. Außer den immunstärkenden gesättigten Fettsäueren, die sie enthalten, sind sie auch frei von genmanipulierten Mais und Soya, die im Tierfuttermittel enthalten sind.

Ghee (Butterfett)

es gilt seit mehr als 5000 Jahren als Heilmittel im Ayurveda, sie ist leicht verdaulich, entzündungshemmend und sorgt für bessere Verdauung und schnelleren Stoffwechsel. Zudem stärkt sie Abwehrkräfte, reinigt das Blut, senkt den Cholesterinspiegel und wirkt entgiftend. Sie verbessert das Erinnerungsvermögen und fördert die Intelligenz. Die beste Qualität (die einzige, die man zu sich nehmen sollte) erhält man, durch die Milch/Butter von Weidekühen.

Kokosöl

ist das einzige Öl weltweit, das zu 50% aus mittelkättigen Fettsäuren besteht, das bedeutet, dass es für den Körper leicht verdaulich ist, zudem wirkt es gegen Pilze, Bakterien und Vieren. Es ist wasserlöslich und geht dadurch direkt über die Blutbahn in die Leber. Somit können daraus keine Einlagerungen entstehen, sondern das Fett wird direkt in Energie umgewandelt und hilft dadurch beim Abnehmen (anstatt dick zu machen).  Es ist ein guter Freund und Helfer bei Schnittverletzungen und Schürfwunden, denn es wirkt antibakteriell, fördert die schnelle Wundheilung und verringert die Narbenbildung. Es währt auch die Bildung vom Herpes ab. Um gegen Karies vorzubeugen ist es ratsam, 15 Minuten vor dem Zähneputzen am Morgen, das Öl im Mund zu ziehen.

Kaltgepresstes Öl in Bioqualität erkennt man an seiner weißen Farbe und an seinem intensivem Geruch. Kokosöl enthält keine Omega 3 Fettsäuren, so ist es ratsam Avocados, Lamm- oder Rindfleisch, als auch Butter von Weidekühen zu essen.

Olivenöl enthält Polyphenole, die das Risiko für Darmkrebs senken und dessen Rückgang fördern. Es wird ihm auch nachgesagt, dass es die Gefahr vom Herzinfarkt senkt. Für gesundheitsförderndes Olivenöl gibt es nur eine Wahl: Extra Natives Olivenöl. Um sicher zu sein, dass in der Flasche auch Extra Natives Olivenöl ist, gilt folgendes zu beachten: die Produktionskosten je Olivenhain tragen je nach Lage mindestens 6€/Liter, d.h. für den Endverbraucher, dass der Liter mindestens 15€ kosten muss. Am besten ist man beraten, wenn man zu einem Fachhändler geht und auf seine Fragen Antworten bekommt.  Aber auch im Internet können spezielle Einkaufsführer dafür behilflich sein. Spätestens beim Probieren sollte es durch seine fruchtige und leicht bittere Note, sowie durch sein Kratzen im Hals erkennbar sein. Olivenöl sollte lichtgeschützt und kühl gelagert und innerhalb von 1 ½ Jahren verzehrt werden.

Nüsse

enthalten reichlich Fette, Eiweiße und Ballaststoffe. Sie sind daher eine hochkonzentrierte Nahrung mit einer ausgeprägten Nährstoffdichte. Der Fettgehalt liegt bei allen Nüssen zwischen 35-70%, der Eiweißgehalt jedoch bei 12-25%. Die wahrscheinlich wertvollste Nuss ist der Hanfsamen. Das liegt an seinen optimalen Aminosäuereprofil, seinem Fettmuster und an seinem hohen Mineralstoff- und Vitamingehalt. Es heißt auch, dass sich ein Mensch monatelang von Hanfprotein ernähren kann, ohne auch den geringsten Nährstoffmangel aufzuweisen.

Im Allgemeinen dient der Verzehr von Nüssen mehrmals die Woche, dem Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Der tägliche Verzehr schützt sogar vor Diabetes und reduziert nachweislich die Gefahr von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Der Dickdarm und der Prostata stehen ebenso unterm Schutz. Auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns wird durch Cholin und Lezithin (Bausteine vom Botenstoffen) erhöht. Mandeln weisen den höchsten Cholingehalt auf, jedoch vorsicht beim Kauf! Viele Erzeugnisse im Supermärkten stammen aus Monokulturen in Kalifornien. Die Plantagen sind so groß, dass die Mandelbäume per Flugzeug mit Pestiziden bespritzt werden. Ausser Mandeln sind Walnüsse, Haselnüsse und Cashewnüsse auch sehr gesunde Dünger für's Gehirn. Beim Kauf von Nüssen ist darauf zu achten, dass sie biologisch angebaut und verarbeitet werden. Wir empfehlen nur ganze Nüsse zu kaufen, denn schon fertig gemahlene oder zerkleinerte haben nur noch einen sehr geringen Nährstoffgehalt. Wärme, Licht und Feuchtigkeit sind daher verantwortlich und lassen das Fett zudem auch schnell ranzig werden.

Eine gute Hilfe zum Zerkleinern ist ein leistungsfähiger Mixer. Im Übrigen lässt sich damit auch im Handumdrehen Mandel, Haselnuss- oder auch Hafermilch selber herstellen. Für einen richtigen All-Rounder muss man tiefer in die Tasche greifen, aber wir sagen aus eigener Erfahrung, es lohnt sich! Wer billig kauft, kauft zweimal und wird keine Freude an dem Gerät haben. Wir bereiten mit dem hier Smoothies, Pestos, Milch und vieles mehr zu - der ist aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken.

Kauft man ganze Nüsse, sollten diese geschüttelt werden, denn wenn eine von ihnen klappert, ist sie alt und nicht mehr gut.

Eigelb

beinhaltet Proteine und Fette, die aus allen essentiellen Aminosäuren in ausgewogener Proportion bestehen. Also sind Eier trotz schlechtem Ruf gesund und erhöhen weder den Cholesterinspiegel noch steigern sie das Risiko fürs Herzinfarkt, ganz im Gegenteil. Damit alle Nährstoffe enthalten bleiben, sollten Eier weich gekocht oder am besten weich pochiert werden, da die Temperatur von 80°C nicht übersteigt.

Bratöle:

-       Kokosöl oder Palmöl (ungeestert oder ungehärtet), sogenannte Hight-Oleic Öle die in Naturkostläden zu beziehen sind

-       Ghee, sie enthält keine Molke und kann bis 190°C erhitzt werden

-       Besondere Diestel- und Sonnenblumenarten mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren, sie sind unraffiniert und ohne Lösungsmittel kaltgepresst, haben daher einen hohen Anteil an stabiler Ölsäure

Ungesunde Fette

sind industriell hergestellte Öle, die gehärtet und dabei länger haltbar gemacht werden. Hierbei wandeln die Künstler ungesättigte Fette in gesättigte. Demnach werden natürliche Fette so verändert, dass von der Ursprünglichkeit kaum noch etwas übrig bleibt und künstliche Transfettsäure entstehen. Der Körper kann damit nicht viel anfangen und es folgen gesundheitliche Schäden.

In folgenden Lebensmitteln kommen sie häufig vor:

-       frittierte Lebensmittel wie Pommes, Chips und Chicken Wings

-       Pfannkuchen (Berliner), Blätterteig

-       Fertigsuppen

-       Margarine

-       Wurst

-       Müsliriegel, Frühstücksflocken

Zu vermeidenden sind folgende ungesunde Fette:

-       gehärtete und teilweise gehärtete Fette

-       raffinierte Öle

-       geruchlose Öle und Fette

-       erhitze Öle, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind

-       überhitzte Fette

-       ranzige Fette

-       Margarine

-       Öle in Plastikflaschen

-       Transfette

Light Produkte

sind intransparent, denn sie dürfen erst dann laut EU Richtlinien so benannt werden, wenn sie mind. 30% weniger Fett, Zucker, Alkohol oder Kalorien beinhalten, als das herkömmliche Lebensmittel besitzt. Zudem kommt es, dass anstelle von Zucker gern künstliche Süßungsmittel wie Aspartam oder Acesulfam K beigemischt werden, die um ein vielfaches günstiger und gesundheitsschädlicher sind. Wenn Fett reduziert wird, der zum Geschmack wesentlich beiträgt, bedient sich die Lebensmittelindustrie gern an Geschmacksverstärker, Emulgatoren (Weichmacher) und Stabilisatoren. All diese vermeintlich netten Erfindungen tragen dazu bei, Allergien auszulösen und Krankheiten zu fördern. Was aber entscheidender für die Produzenten ist, dass der Konsum und damit der Umsatz steigt. Denn wenn ein Lebensmittel nur ein Bruchteil von dem Liefert, dass wir täglich benötigen, verlangt der Körper mehr davon.

Wer sein Gewicht reduzieren möchte, setzt auf eine ausgewogene und bewusste Ernährung und fragt sich auch, wieviel er sich heute schon bewegt hat. Bewegungsmangel ist mit Sicherheit eines der Hauptursachen von Gewichtszunahme und kann allein durch die Umstellung der Ernährung nicht zu einem gewünschten Ergebnis zielen.

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Quellenangaben:

http://ecowatch.com/2015/03/03/grass-fed-butter-healthiest-fats/

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fette-und-oele-ia.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Trans-Fettsäuren

http://www.teamnutrilite-community.eu/de/public/tnoc-world/article/light-produkte-auf-dem-pruefstand

The better Babybook – Lana and David Asprey

Die Suppe lügt – Hans Ullrich Grimm