Warum Yoga?

Instinktiv suchte ich danach, meinen Geist zur Ruhe zu bringen und probierte immer neue Sportarten, denn durch körperliches Auspowern habe ich auf mehr Seelenruhe gehofft. Laufen war die Sportart, die mich während des Ausübens total abgeschaltet hat, mir nach der Aktivität am meisten Glückshormone beschert und langfristig harmonischer gestimmt hat.

Eines Tages ging ich trotzdem mit einer Freundin zu einer Yoga Stunde in Frankfurt, wo ich damals gelebt habe und stellte fest, wie ungelenkig und unflexibel ich war – und das mit zarten 27 Jahren :) Am Anfang war es die Herausforderung, die mich zur nächsten und übernächsten Yoga Stunde „getrieben“ hat – ich wollte geschmeidiger, biegsamer, BESSER werden, wie die anderen in der Gruppe.

Ich musste mich innerlich garnicht überwinden zum Kurs zu gehen, nach einem langen Arbeitstag absolvierte ich oft 2 Stunden hintereinander bis 22:00 Uhr – ich wollte leisten! Aus einer eher Spätaufsteherin wurde ich zu einem Morgenmensch, der um 6:00 Uhr schon im Yoga Studio war, anschließend zur Arbeit gefahren ist und danach vielleicht noch Joggen ging.

Ich war von der Arbeit her daran gewöhnt Leistung einzubringen und konnte mein Wettbewerbsdenken auch bei Yoga nicht ablegen. Ein wiederholter Sehnenriss im hinteren Oberschenkel an der gleichen Stelle, hat mich zu mehr Aufmerksamkeit und Präsenz gezwungen. Mehr auf mich selbst zu fokussieren, auf meinen Körper zu hören. Musste lernen auf das Flüstern meines Körpers zu hören, wenn ich den nicht schreien hören wollte :)

Ich betrachtete Yoga am Anfang als pure körperliche Tätigkeit – aber langsam, mit der Zeit änderte mich diese körperliche Tätigkeit und machte mich bewusster, geweckter, einfühlsamer, bedächtiger – die ersehnte Ruhe fing an sich zu manifestieren :) und ich fing an mich tiefgründiger mit Yoga zu beschäftigen. Las Bücher über Bücher, nahm mich (meine Gedanken, meine Handlungen, meine Intentionen) immer öfter unter die Lupe und wurde von Tag zu Tag ausgeglichener.

Ende 2010 entschloss ich mich eine Yogalehrerausbildung in Indien zu absolvieren und seitdem lehre, lerne und lebe ich kontinuierlich diese schöne Art zu leben!

In den nächsten Berichten werde ich Euch erstmal die 12 grund Asanas des Hatha Yoga, auch Rishikesh Reihe genannt und den 8 gliedrigen Pfad des Ashtanga Yoga vorstellen.

Ich freue mich von Euch zu hören, zu lernen und mit Euch mein Wissen zu teilen :)

Namaste

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